Auf den Spuren von Hermann Löns


Es ist überliefert, dass unser Heidedichter Hermann Löns einst mit dem Zug von Hannover nach Schwarmstedt reiste - und dort von den Bauern in seine geliebte Südheide mitgenommen wurde.

Sie können nun diesen Weg, auf seinen Spuren, erwandern:
(Es dauert einen Moment, bis die Karten geladen sind!)




Der Hermann-Löns-Wanderweg existiert momentan nur als Online-Wanderkarte!
Auf www.komoot.de können Sie sich die GPS-Daten auf Ihr Smartphone runterladen oder einzelne Wegbeschreibungen und Karten ausdrucken.

Natürlich ist aber auch geplant, den Weg mit offiziellen Hinweisschildern auszustatten! Wir halten Sie hier auf dem Laufenden!

Die erste Etappe (14,2 km) beginnt in Schwarmstedt (Übernachtungsmöglichkeiten), mitten im schönen Aller-Leine-Tal.

Über den ältesten Ortsteil, Bothmer, erreichen Sie die Aller-Schleuse (Leinemündung) - und wandern weiter nach Hademstorf. Durch Wald und Flur führt Sie der Weg bis zum Heide-Kröpke im Ostenholzer Moor.




Die zweite Etappe (11,2 km) führt Sie an der "Lönshütte" vorbei, zur Westenholzer Mühle. Weiter durch hügelige Mischwald- und Heide-Landschaft geht es nach Krelingen (Rüstzentrum).
(Achtung: Hier hat Komoot anscheinend selbstständig den Verlauf geändert, da einige Wege gesperrt sind. Ersatztour hier!)




Die dritte Etappe (6,7 km) führt über Bockhorn (Ginsenganbau FloraFarm) nach Düshorn (Übernachtungsmöglichkeiten).




Die vierte Etappe (7,2 km) bringt Sie in die Hauptstadt der Vogelparkregion: Walsrode. Kloster, Lönsdenkmal und Heidemuseum laden zum Verweilen ein (Übernachtungsmöglichkeiten).




Die fünfte Etappe (11,6 km) geht durch die Tietlinger Heide, vorbei am Löns-Grab (Gedenkstein), in den Kurort Bad Fallingbostel (Übernachtungsmöglichkeiten).




Die sechste Etappe (8,8 km) führt durch Feld und Flur entlang des Böhmetals bis nach Dorfmark (Übernachtungsmöglichkeiten).




Die letzte Etappe (14,2 km) führt von Dorfmark bis zum Spielzeugmuseum in Soltau (Übernachtungsmöglichkeiten). Hier haben Sie Anschluss an den "Heidschnuckenweg" durch die Lüneburger Heide bis an den Rand der Hafenstadt Hamburg.




UPDATE:

"Hermann-Löns-Steig" in Planung - Neue Attraktion für Wanderer im südlichen Heidekreis

Der erweiterte Kooperationsraum Aller-Leine-Tal ist als Region für die Leader-Förderperiode 2014 bis 2020 ausgewählt worden. Mithilfe der Fördermittel in Höhe von 2,4 Millionen Euro sollen zahlreiche Projekte umgesetzt werden.

Alexander Bleifuß, Geschäftsführer des Zweckverbands Aller-Leine-Tal und Sprecher der Arbeitsgruppe Tourismus, bezeichnete am Rande der Sitzung des Zweckverbands eine Verbesserung des Radtourismus und Wanderwegenetzes als zwei Hauptanliegen. Unter anderem werde eine Anbindung des südlichen Heidekreises an den beliebten Heidschnuckenwanderweg, der auf 223 Kilometern von Hamburg über Soltau bis nach Celle verläuft, geprüft. Der „Hermann-Löns-Steig“, so der Arbeitstitel, könnte im Idealfall bereits 2017 von Soltau über Walsrode bis mindestens nach Hodenhagen führen und eine zusätzliche Attraktion für Wanderer im Heidekreis darstellen (mehr zur Sitzung des Zweckverbands in der WZ vom 7. April).

Hermann-Löns-Statue in Walsrode


Ebenfalls auf die Spuren des Heidedichters, hat sich der im Aller-Leine-Tal beheimatete Autor Heinrich Thies begeben:

"Hermann Löns: Verehrt als Naturpoet und Umweltschutzpionier, verschrien als Kitschautor und geistiger Wegbereiter der Nationalsozialisten. Mehr als 600 deutsche Straßen sind nach dem Heidedichter benannt, seine Werke erreichten Millionenauflagen. Wenig bekannt ist indessen die Frau, mit der Hermann Löns in zweiter Ehe verheiratet war: Lisa Hausmann-Löns, eine selbstbewusste Frauenrechtlerin und Pazifistin, die nach dem Tod ihres Mannes auch den Nachlass verwaltete. Auf der Grundlage von bisher nicht beachteten Briefen, Dokumenten und literarischen Texten hat Heinrich Thies die ungleichen Ehepartner erstmals in einer Doppelbiografie vor dem Hintergrund geschichtlicher Beben und Umwälzungen einfühlsam porträtiert. Sie zeigt zum einen, wie Hermann Löns nach literarischen und journalistischen Erfolgen, psychischen Krisen und Alkoholexzessen die Balance verlor und in den Krieg zog. Und sie zeigt zum anderen, wie Lisa Löns sich gegenüber ihrem berühmten Mann behauptete – als Übersetzerin, als Autorin und als Mutter des geistig und körperlich behinderten gemeinsamen Sohnes."

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